Fotorucksack Review: Der Tatonka DSLR Pack – Mehr Platz brauch man nicht!
Geschrieben von farbfoto | April 26th, 2009 | Kategorie: Fotografie | 4 Kommentare
Ihr kennt das wahrscheinlich: Je nach Gelegenheit passt die aktuelle Fototasche oder der Fotorucksack nicht zum geplanten Einsatz. So geht es mir immer wieder. Ich habe in den letzten Jahren alle möglichen Exemplare gekauft und getestet und einige für geeignet gefunden und andere wieder weniger. Für einen Anwendungsfall habe ich bisher keine richtige Lösung gefunden – einfach mal alles mit in die freie Natur oder auf Reisen mitnehmen – ohne sich einschränken zu müssen. Jetzt habe ich die Lösung: der DSLR Pack von Tatonka passt genau!
Es handelt sich um einen Fotorucksack von einem der renomiertesten Outdoor-Rucksack und Taschenherstellern aus Deutschland. Wie nicht anders zu erwarten präsentiert sich der neue in einer sehr guten Qualität – große Reisverschlüsse, verstärktes Nylon (Textreme 6.6) und ein sehr gutes Tragesystem. Der Rucksack ist ein all-in, damit relativ groß. Die Form und die Rückenunterstützung wird durch eine Alu-Profilstange im Rückenbereich unterstützt und die S-förmigen Rucksackträger machen auch schwere Lasten (die bei einem „all-in“ durchaus öfter vorkommen) erträglich. Außerdem öffnet sich der Rucksack rückwärtsgerichtet – Die Reisverschlüsse sind also direkt am Rückenteil. Zwei weitere Fächer, eines mit gut ausgedachten Organizer-Funktionen lassen zusätzliche Unterlagen, Zubehör aber auch ein Notebook im Inneren verschwinden. In der Fronttasche findet sich noch ein Regenschutz – um das wertvolle Gepäck bei extremem Wetter zu schützen.


Die Optik des Rucksacks unterscheidet sich etwas vom gewohnten Bild. Die Struktur wird oben etwas breiter und ist unten schmal – Elegant geschnitten und s sehr praktisch beim Beladen.

Ich habe den Rucksack um mich auf den bevorstehenden Jahresurlaub vorzubereiten einfach mal mit allem gefüllt, was bei mir in meinem Fotoschrank so rumliegt (mit fast allem, die Mittelformatkamera hab ich rausgelassen). Außerdem habe ich auch die clevere Befestigungsmöglichkeit für ein Stativ bestückt und einiges an Accessoires untergebracht. Um den Test komplett zu machen, hat auch mein 15-Zoll MacBook Pro noch hineingepasst. Was soll ich sagen: Alles drin, Deckel zu und los.

Der Tragekomfort war wie vermutet sehr gut. Der Hüftgurt hilft bei der Entlastung und das Tragesystem bewährt sich. Einzig meine Kondition steht einem längeren „Marsch“ im Weg. Man muss das schöne Teil ja nicht total voll laden…

Wie bewährt sich das ganze: Man kommt schnell und ohne großen Aufwand an alles Material heran – besonders gelungen ist die seitliche Stativbefestigung, die selbst bei „angeschlossenem“ Stativ das Be- und Entladen des Rucksacks nicht behindert.
Der Organizer für die Speicherkarten im oberen Teil der vorderen Tasche ist auch in der Hitze des Gefechts sehr gut zugänglich und immens praktisch. Apropos Praktisch: Mein Handy findet in den Taschen im Bauchgurt platz – immer erreichbar, genauso wie ein Akku und sonstiger Kleinkram den man Hands-on gebrauchen kann.

Der Rucksack ist perfekt für den Urlaub und auch im Flieger: Er entspricht den Bordmassen und ich kann alles was ich für wertvoll erachte mit ins Handgepäck nehmen – Keine Kompromisse und keine Angst im Koffer etwas zu verlieren, dass die Airlines einem nicht ersetzen. Ich habe ihn mit 5 Mittleren Optiken, 2 großen (darunter ein 70-200 L und das 100-400 L) bepackt. Zusätzlich Stativ, Kamera mit Batteriehandgriff, Notebook und Kleinteile: Kein Problem!
Ein sehr schönes Produkt von einem bewährten Hersteller, der seine Produktpalette auf die Fotografie ausgedehnt hat. Der Preis stimmt auch – mit 159 Euro kann man in dieser Größe eigentlich nichts falsch machen, im Vergleich eine preiswerte Alternative die hiermit gerne weiterempfehlen möchte.
Mehr über den Rucksack bei: rucksack-center.de
Es gibt ja bekanntlich kein ideales Stativ! Je nach Aufgabe sind die Anforderungen an die “Unterstützungshelfer” total verschieden. Im Studio möchte ich gerne flexibel auf einem großen Stativ arbeiten – Gewicht spielt eine kleinere Rolle. Draussen in der freien Natur bin ich eher auf ein leichtes Stativ angewiesen, da man das gute Stück ja durch die Gegend tragen muss.




Im Rahmen der Weihnachtsfotografie habe ich mir einen kleinen Heimstudio Aufbau gegönnt. Meine Arbeit mit Studioblitzanlagen reichen mittlerweile bis in die Zeit meines Studiums zurück und ich habe die genaue und steuerbare Lichtquellen immer wieder vermisst. 



