Posts Tagged ‘ Test ’

Fotorucksack Review: Der Tatonka DSLR Pack – Mehr Platz brauch man nicht!

Tatonka-7.jpgIhr kennt das wahrscheinlich: Je nach Gelegenheit passt die aktuelle Fototasche oder der Fotorucksack nicht zum geplanten Einsatz. So geht es mir immer wieder. Ich habe in den letzten Jahren alle möglichen Exemplare gekauft und getestet und einige für geeignet gefunden und andere wieder weniger. Für einen Anwendungsfall habe ich bisher keine richtige Lösung gefunden – einfach mal alles mit in die freie Natur oder auf Reisen mitnehmen – ohne sich einschränken zu müssen. Jetzt habe ich die Lösung: der DSLR Pack von Tatonka passt genau!

Es handelt sich um einen Fotorucksack von einem der renomiertesten Outdoor-Rucksack und Taschenherstellern aus Deutschland. Wie nicht anders zu erwarten präsentiert sich der neue in einer sehr guten Qualität – große Reisverschlüsse, verstärktes Nylon (Textreme 6.6) und ein sehr gutes Tragesystem. Der Rucksack ist ein all-in, damit relativ groß. Die Form und die Rückenunterstützung wird durch eine Alu-Profilstange im Rückenbereich unterstützt und die S-förmigen Rucksackträger machen auch schwere Lasten (die bei einem „all-in“ durchaus öfter vorkommen) erträglich. Außerdem öffnet sich der Rucksack rückwärtsgerichtet – Die Reisverschlüsse sind also direkt am Rückenteil. Zwei weitere Fächer, eines mit gut ausgedachten Organizer-Funktionen lassen zusätzliche Unterlagen, Zubehör aber auch ein Notebook im Inneren verschwinden. In der Fronttasche findet sich noch ein Regenschutz – um das wertvolle Gepäck bei extremem Wetter zu schützen.
Tatonka.jpg

Tatonka-2.jpg
Die Optik des Rucksacks unterscheidet sich etwas vom gewohnten Bild. Die Struktur wird oben etwas breiter und ist unten schmal – Elegant geschnitten und s sehr praktisch beim Beladen.

Tatonka-3.jpg
Ich habe den Rucksack um mich auf den bevorstehenden Jahresurlaub vorzubereiten einfach mal mit allem gefüllt, was bei mir in meinem Fotoschrank so rumliegt (mit fast allem, die Mittelformatkamera hab ich rausgelassen). Außerdem habe ich auch die clevere Befestigungsmöglichkeit für ein Stativ bestückt und einiges an Accessoires untergebracht. Um den Test komplett zu machen, hat auch mein 15-Zoll MacBook Pro noch hineingepasst. Was soll ich sagen: Alles drin, Deckel zu und los.

Tatonka-5.jpg

Der Tragekomfort war wie vermutet sehr gut. Der Hüftgurt hilft bei der Entlastung und das Tragesystem bewährt sich. Einzig meine Kondition steht einem längeren „Marsch“ im Weg. Man muss das schöne Teil ja nicht total voll laden…

Tatonka-6.jpg
Wie bewährt sich das ganze: Man kommt schnell und ohne großen Aufwand an alles Material heran – besonders gelungen ist die seitliche Stativbefestigung, die selbst bei „angeschlossenem“ Stativ das Be- und Entladen des Rucksacks nicht behindert.

Der Organizer für die Speicherkarten im oberen Teil der vorderen Tasche ist auch in der Hitze des Gefechts sehr gut zugänglich und immens praktisch. Apropos Praktisch: Mein Handy findet in den Taschen im Bauchgurt platz – immer erreichbar, genauso wie ein Akku und sonstiger Kleinkram den man Hands-on gebrauchen kann.

Tatonka-4.jpg

Der Rucksack ist perfekt für den Urlaub und auch im Flieger: Er entspricht den Bordmassen und ich kann alles was ich für wertvoll erachte mit ins Handgepäck nehmen – Keine Kompromisse und keine Angst im Koffer etwas zu verlieren, dass die Airlines einem nicht ersetzen. Ich habe ihn mit 5 Mittleren Optiken, 2 großen (darunter ein 70-200 L und das 100-400 L) bepackt. Zusätzlich Stativ, Kamera mit Batteriehandgriff, Notebook und Kleinteile: Kein Problem!

Ein sehr schönes Produkt von einem bewährten Hersteller, der seine Produktpalette auf die Fotografie ausgedehnt hat. Der Preis stimmt auch – mit 159 Euro kann man in dieser Größe eigentlich nichts falsch machen, im Vergleich eine preiswerte Alternative die hiermit gerne weiterempfehlen möchte.

Mehr über den Rucksack bei: rucksack-center.de



Review: Feisol Stativ CT-3402

Feisol.jpgEs gibt ja bekanntlich kein ideales Stativ! Je nach Aufgabe sind die Anforderungen an die “Unterstützungshelfer” total verschieden. Im Studio möchte ich gerne flexibel auf einem großen Stativ arbeiten – Gewicht spielt eine kleinere Rolle. Draussen in der freien Natur bin ich eher auf ein leichtes Stativ angewiesen, da man das gute Stück ja durch die Gegend tragen muss.

Eine Eigenschaft haben aber alle Stative an sich: Stabil müssen sie sein – das gilt sowohl für das Dreibein, als auch für den Kopf auf den man die Kamera oder das Objektiv befestigt.

Auf der Suche nach stabilen Stativen bin ich über den Hersteller Feisol gestolpert. Feisol bietet sowohl verschiedene Stative an, als
auch Zubehör und Stativköpfe. Außerdem gibt es im Sortiment auch einige Exoten zur Befestigung, darunter zählt ein “Location-Wagen” und z.B. eine Befestigung für Kameras am Fahrradlenker.

Alle Produkte der Firma Feisol sind aus Carbon oder sind als Zubehör für Carbon-Stative gedacht. Im Gegensatz zu vielen Produkten aus “Festland-China” kommen die Stücke von Feisol aus Taiwan. Dem Kenner
der Szene erschließt sich dadurch eine höhere Qualitätskontrolle und damit auch eine höhere Fertigungsqualität im Gegensatz zu Produkten aus China.

Als ich mich über die Produkte informiert habe, nahm ich Kontakt zu Feisol in Deutschland auf. Seit einigen Monaten (sind FEISOL Stative auch in ganz Europa erhältlich)lassen sich die Produkte hier direkt erwerben. Ich habe mich für ein Reisestativ
der Standardserie entschieden (Modell CT-3402). Es handelt sich dabei um ein Stativ mit 3 Auszügen (4 Beinsegmenten) und der Möglichkeit eine Mittelsäule zur Erweiterung zu montieren.

Feisol bietet in der gleichen Serie noch Stative mit 2 Auszügen (3 Beinsegmenten) an und offeriert mit der “großen Serie” und der Tournament-Produktlinie noch höherwertige und größere Alternativen.

Der Grund für die Entscheidung eines 3-Auszug Stativs war klar die Flexibilität beim Transport. Im Studio und wenn ich das Auto dabei habe, interessiert mich Gewicht relativ wenig – die Mehrausgabe für ein Carbonstativ lohnt sich hier nicht immer.

Nun aber zum Produkt-Review.

Bestellvorgang und Versand

Die Bestellung läuft einfach über www.feisol.de. Die Produkte könnten eine wertigere Präsentation vertragen. Gerade im Direktvertrieb von nicht allzu bekannten Firmen macht ein “schöner” Webauftritt mehr her und schafft auch Vertrauen. Der Bestellvorgang läuft aber insgesamt gut ab und es gibt verschiedene Zahlungsmöglichkeiten, u.a. auch Paypal und div. Kreditkarten.

Nach ein paar Tagen kam dann ein Paket mit Stativ und Mittelsäule bei mir an. Die Verpackung war sehr professionell. Ein Karton mit Aufdruck der Firma Feisol, inklusive Produktnummern. Alles was sich bewegen konnte wurde durch Luftbeutel daran gehindert. Die Unterlagen
(Lieferschein, Rechnung, Garantiescheine) waren gut zu finden in der Verpackung untergebracht.

Der Inhalt

Im Karton befindet sich das Stativ, inklusive. Werkzeug. Das Werkzeug besteht aus 2 Inbusschlüsseln zur Einstellung der Beweglichkeit der einzelnen Beine und einem Inbus zum Montieren der Mittelsäule oder anderem Zubehör. Das Stativ besitzt die übliche 3/4″ Schraube zur Montage von Stativköpfen.

Das ganze kam sehr gut verpackt und das Stativ ist in einer Nylon-Stativtasche mit Aufdruck von Feisol verpackt. Die Tasche ist nützlich
zur Aufbewahrung und zum einfachen Transport – Haptik und Qualität entspricht typischen mitgelieferten Taschen für Stative, also nichts besonderes aber viel besser als nichts. Die Tasche ist außerdem groß genug, nicht nur das Stativ sondern auch noch einen angeschraubten Kopf zu verpacken. (Habe ich auch schon anders erlebt).

Carbon Stativ Feisol
Mittelsäule
Feisol-5.jpg
Feisol-6.jpg

Feldtest

Das Stativ eignet sich aufgrund des Gewichts und der Größe vor allem als Reisestativ – Ich hatte es auf einigen Städtetrips in den letzten Tagen dabei. Es passt ohne weiteres in einen Standard-2-Tages Trolley und nimmt in diesem wenig Platz weg. (Ich packe Stative und ähnliches gerne in das aufzugebende Gepäck). Man kann es also auch “für den Notfall” immer einpacken, das Gewicht von ca. 1,5 kg incl. Tasche sollte keine Rolle spielen.

On Location zeichnet sich das Stativ durch gutes Handling aus. Die Beine lassen sich sehr gut und präzise arretieren und das Ausziehen
und das Festziehen der Beine klappt ebenfalls perfekt. Die Beine lassen sich in verschiedenen Winkeln abspreizen und schnell auf ein
bestimmtes Niveau bringen. Das wichtigste für mich bei dieser Arbeit ist auch die Haptik und “der Spaß” mit einem Tool zu arbeiten. Dieser Spaßfaktor ist bei dem Feisol Stativ sehr hoch. Im Vergleich zu anderen “Fernost”-Carbon-Produkten macht es einfach einen viel wertigeren Eindruck. Es gibt keine Kritikpunkte bei Verarbeitung und Qualität der eingesetzten Materialien. Auch die Feinmechanische Bearbeitung ist sehr präzise.

Tip: Die Leichtgängigkeit oder Friktion der Beine lässt sich gut mit den beigefügten Inbusschlüsseln justieren. Gerade bei einem neuen Stativ kann man diese durchaus etwas leichter einstellen.

Feisol-7.jpg

Vibration konnte ich bei Spiegelvorauslösung und Kabelauslöser bzw. Selbstauslöser bei einer EOS 40D mit 24-105mm L Objektiv nicht feststellen. Das Stativ besitzt auch einen Haken zum Anhängen von Gewichten, falls die Umgebung etwas derartiges fordert.

Im Studio

Das Stativ ist eigentlich etwas zu niedrig für die Studiofotografie – und die 4 Elemente sind ebenfalls nicht optimal. Für das Studio eignet sich besser die “große” Stativserie von Feisol. Ich habe dennoch einige Tests gemacht und die Leichtigkeit des Stativs bringt gerade beim Umbau oder bei der Wahl neuer Positionen einfach mehr Freude auf, als die Bewegung eines deutlich schwereren Kalibers. Für die Studioarbeit empfehle ich die optionale Mittelsäule, die ebenfalls aus Carbon gefertigt ist. Dadurch bekommt man den Kopf auf Augenhöhe und die Arbeit mit Blitz und Co. benötigt auch nicht die vergleichbare Stabilität wie bei längeren Belichtungszeiten außerhalb.

Tipps und Empfehlungen:

Gerade bei dem “kleinen” Feisol sollte man überlegen für was man es einsetzen möchte. Es eignet sich perfekt als Reise- und Outdoorstativ und hält auch hohe Kameragewichte (je nach Kopf) stabil und vibrationsarm. Die Mittelsäule ist sehr praktisch, man büsst aber deutlich Stabilität ein. Dies ist bauartbedingt und nicht dem Stativ an sich anzulasten. Es ist aber eine Überlegung Wert bei Bedarf gleich auf ein größeres Modell zu Wechseln. Im Studio und beim Einsatz als “Kamerahalter” bei kurzen Zeiten ist auch die Mittelsäule zu empfehlen. Für den Outdooreinsatz gibt es zusätzlich Spikes, die im Gelände für Halt sorgen.

Fazit
Ein schönes Stativ – ein wirklicher Hingucker und Handschmeichler. Im Vergleich zu den teureren Carbon-Brüdern der
bekannten Nobelhersteller vermisse ich persönlich nichts. Das Modell kann ich ohne weiteres Empfehlen – Preis/Leistung ist ausgezeichnet und die Qualität der Verarbeitung sollte auch Profis gefallen.



Review: Studioblitz Walimex Pro VC-300

20081208-_MG_5314-Studio.jpgIm Rahmen der Weihnachtsfotografie habe ich mir einen kleinen Heimstudio Aufbau gegönnt. Meine Arbeit mit Studioblitzanlagen reichen mittlerweile bis in die Zeit meines Studiums zurück und ich habe die genaue und steuerbare Lichtquellen immer wieder vermisst.

Da wir dieses Jahr für die Verwandtschaft Fotos unserer zwei Jungs geplant haben, nahm ich den Anlass als Grund für eine „kleine“ Anschaffung. Eins Studioblitz musste her. Nach dem Studium diverser Foren und Meinungen im Internet habe ich bei Ebay einen Walimex Pro VC-300 Blitzkopf mit Schirm und Stativ erstanden. Ich habe mich für die Pro-Serie entschieden, da die Verarbeitung besser sein soll und die Blitze sich auf 1/32 herunterregeln lassen. Das ganze sehr attraktiv bei der Firma Mediaresort (http://www.mediaresort.de/) – interessanterweise billiger als beim Hersteller oder Generalimporteur Foto Walser (http://www.foto-walser.de). Ein Lob an die Kollegen bei Mediaresort gleich vorneweg: Der Versand per GLS war vorbildlich und die Ebay-Abwicklung erste Sahne!

Nun aber zum Gerät und Aufbau an sich. Da es sich für den ersten Einsatz primär um Kinderfotos handeln soll, reicht der angeschaffte Umfang zunächst für ein einfaches Setup aus. Und wie ich noch aus dem Studium rekapituliere, soll man immer erst mit einer Lichtquelle anfangen ;-) .

Die beigelegte deutsche Anleitung ist gut bebildert und ausführlich. Für ein „China“ Gerät mehr als Lobenswert. Danke an Foto-Walser für diese gute Arbeit.

Zur Verpackung: Der Blitz und das Stativ kommen in fast neutralen weissen Kartons, beide sind entsprechend ihrer Empfindlichkeit verpackt – Die Packungen sehen zwar nicht „super-professionell“ aus, aber sie erfüllen ihren Dienst. Im Karton des Blitzes befindet sich der Blitzkopf, ein Sync-Kabel, ein Netzkabel, Kopfabdeckung, Normalreflektor und die Birne fürs Einstelllicht.

Erster Eindruck: Der erste Eindruck ist zunächst positiv – zwar könnten einige der Stellschrauben und Klemmen zur Montage am Stativ leichtgängiger sein, das ganze macht aber einen wertigen und haltbaren Eindruck. Der Blitzkopf weist minimale Verarbeitungstoleranzen auf (Einsatz der Sync-Buchse im Gehäuse) aber nichts klappert und es fühlt sich deutlich wertiger an als die 200 Euro für den Blitz erahnen lassen.

Der Blitz ist sehr leise und lässt sich sofort intuitv bedienen. Das Einstelllicht regelt sich entsprechend der Blitzleistung mit und die Ladezeiten beim Modell mit 300WS sind vernachlässigbar und erlauben ein zügiges Arbeiten. Der Piepston zur Bereitschaftsanzeige lässt sich abschalten, genauso wie die Fotozelle, falls eine Funkauslösung gewünscht ist.

Es handelt sich um ein Modell mit digitaler Anzeige so dass auch die Belichtung sehr schnell geändert werden kann – das Einstelllicht kann sowohl synchron als auch asynchron geschaltet werden. Mehr kann man nicht verlangen.

Das mitgelieferte Stativ Walimex 308 überrascht durch die eingebauten Federdämpfer (hab ich schon anders erlebt) und lässt sich ebenfalls sehr gut einstellen und bedienen. Ein wirkliches Schnäppchen bei dem ich nicht wüsste was man an einem Leuchtenstativ besser machen kann. (Vielleicht Luftdämpfung – der Sinn bleibt mir allerdings verborgen).

Das erste Shooting zeigt mir dann wie sehr ich „kontrollierbares Studiolicht“ vermisst habe. Mit Kompaktblitzen – auch wenn man diese „off-camera“ betreibt kann man einfach keine so geplanten Aufnahmen machen. Die Bedienung bleibt innovativ, ein kurzes Drehen des Reglers erlaubt die schnelle Korrektur der Belichtung um den ein oder anderen Blendenwert.

Kritisch betrachtet gibt es für mich im Moment nur folgende Mankos:

  • Die Abdeckung des Blitzkopfs erfordert das Entfernen der Einstellglühbirne. Das hätte man eleganter lösen können, da ich die Geräte aber mit dem Standardreflektor im Koffer aufbewahre kein grosses Problem.
  • Die Geräte sind relativ gross, sie werden ja auch im gleichen Gehäuse bis 1000WS angeboten. Allerdings wäre kleiner manchmal flexibler.
  • Anscheinend lassen sich die Pro-Geräte wegen ihrer Digitaltechnik nicht am Tronix Explorer Batterie-Pack betreiben, den ich mir ebenfalls gut vorstellen könnte. Vielleicht hat ja der ein oder andere Leser diesbezüglich Erfahrung – wäre zu schön wenn das gehen würde.

Technische Daten des Walimex VC-300:

  • 300 WS, Leitzahl 56
  • Wiederaufladezeit: 0,5-1s
  • Einstelllicht 150 Watt
  • Farbtemperatur: 5600+-200
  • Blitzröhre als Plugin, auswechselbar durch den Benutzer
  • Features: Kühlventilator, automatische Entladung
  • Gewicht: 2,5 KG, Masse: 30*13*13cm



Review: Sennheiser MM 50 iPhone


Die Ansicht unserer grossen Städte und Metropolen hat sich in den letzten Jahren geändert. Durch den iPod vorangetrieben haben immer mehr Menschen weisse kleine Ohrstöpsel (Kopfhöerer) in den Ohren um sich von Musik, Hörbüchern, Podcasts oder sogar Videos berieseln zu lassen. Apple liefert seit dem ersten iPod weisse Headsets aus, die zum Markenzeichen für Lifestyle und technische Avant-Garde wurden.

Neben dem iPod hat das iPhone als weiteres Kultobjekt im Moment ebenfalls die Chance mit der neuen Version “3G” die Strassen und Büros in Deutschland weiter zu bevölkern. Auch hier ist der weisse Kopfhörer obligatorisch, in diesem Fall mit eingebautem Mikrophon. Da das bisherige iPhone “Classic” nicht jeden Ohrhörer mit Standard-Klinkenstecker akzeptiert hat (der Schaft lässt nur sehr kleine “dünne” Steckerkonstuktionen zu) war die Auswahl höherwertiger Kopfhörer für das Apfel-Telefon im Markt sehr beschränkt. Durch eine Konstruktionsänderung am iPhone 3G hat sich das geändert.

Bei näherer Suche bleiben nicht viele Anbieter die alternative Headsets für das Classic iPhone anbieten. Da Kopfhörer auch ein Verschleissteil sind, sollte der Preis nicht zu hoch sein. Vor allem bei der Benutzung als Headset zum Telefonieren ist die mechanische Belastung der Ohrhörer und Kabel höher als beim Musik hören: Der Grund ist, zumindest bei mir, ein permanentes Ein- und Austecken bei der Annahme von Anrufen.

Nach einer kurzen Marktsondierung kam ich auf das Sennheiser MM 50 Headset, das es sowohl als “normales” Handy-Headset als auch speziell für das Apple iPhone für einige Euros mehr zu kaufen gibt. Im Folgenden kurz die Vor- und Nachteile:

Pro:

  • Der Klang. Gegenüber dem Apple Headset eine echte Bereicherung. Das In-Ear Konzept ist natürlich haupt-ausschlaggebend, aber auch die Schallwandler scheinen ordentlich zu sein. Allerdings ist der Klang nicht so gut wie bei meinem Shure E2c oder bei meinem alten Sony SE71 – die haben aber beide kein Mikro und sind nur zum Musikhören und nicht zum telefonieren geeignet.
  • Die Qualität scheint zu stimmen. Obwohl die Kabelzuleitungen (vor allem im Gegensatz zu den Shure Vergleichskandidaten aber auch zum Original Apple) sehr dünn sind, scheint die Gummiarmierung die auf den Kabeln aufgebracht ist sehr gut und praktisch zu sein. Ein “Verwurschteln” oder Verknoten des Headsets passiert seltener als beim Original Apple. Auch die sonstige Verarbeitung lässt nichts zu wünschen übrig.

Contra:

  • Die Optik kommt nicht an das original Apple ran. Das Headset ist eher schwarz und unscheinbar. Auch fehlt ein “Designknüller” wie das im Apple Headset verwendete Mikrophon mit Rufannahme. Am Sennheiser ist alles irgendwie gewöhnlich
  • Ich habe das Gefühl, das das Micro nicht allzu empfindlich ist. Am besten nimmt man es direkt vor den Mund, ansonsten hagelt es öfter mal Beschwerden von der anderen Seite.
  • Das Headset kostet im Bereich >50 Euro und es kommt kein Case oder eine Aufwickel- / Aufbewahrungshilfe mit. Die Verpackung ist ebenfalls wenig edel und die Zubehörteile sind in einer kleinen Plastiktüte beigelegt.

Alles in allem bin ich mit den Ohrhörern zufrieden bei der täglichen Nutzung. Bedenken sollte man allerdings, das In-Earphones zwar klanglich besser sind aber eigentümlich beim Telefonieren. Das liegt daran, dass man sich selbst nur gedämpft hört – das Telefoniergefühl mit den Apple-Höhrern ist authentischer.


Shure E2c Ohrhörer

Shure Incorporated, Elektronik, € 65,00

4.5


Sony MDR-EX 71 SLW Kopfhörer weiß

Sony, Elektronik, € 44,98

3.5