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Der DSLR Markt: Quo Vadis?

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Der Herbst bringt es mit sich: In letzter Zeit wurden wir mit technischen Neuerungen vor allem im Bereich der Semi-Professionellen DSLRs von den großen Herstellern nahezu überrollt. Wie bereits im Artikel (Nikon gegen Canon) vor einiger Zeit beschrieben, treiben sich die Hersteller gegenseitig voran. Der Markt hat sich aber in den letzten 12 Monaten nachhaltig verändert. Charakterisieren kann man diese Bewegung am ehesten mit dem Wort „Spezialisierung“.

Vor 1-2 Jahren konnte man sich bei den Herstellern in der Hierarchie der Kameras (Bei Canon von 1000 – 1 und bei Nikon ebenso von 5000-3) relativ schnell wieder finden: Mag heißen: Je nach Geldbeutel (für den Amateur) oder beruflicher Anforderung bewegt man sich eben zwischen diesen Zahlen. Für den Semi-Profi oder den Edel-Amateur gab es bei Canon die „Zweistelligen“ und bei Nikon die „Zweistelligen und Dreistelligen“ Modelle. Sony – als legitimer Nachfolger und Erbe von Minolta – setzt ähnliche Produktstrategie dagegen.

Vor allem aber Canon und Nikon teilen das Lager jetzt ein. Der spektakuläre Start der neuen „Vollformate“ mit der Nikon D700 und der Canon EOS 5 Mark II öffnet ein neues Spektrum, vor allem für Studio und Reportagefotografie. Die Kehrseite der Medaille sind die Nikon 300s und die Canon 7D – Semi-Professionelle High-Speed und Technologie Monster, die weniger Format, dafür aber umso mehr Innovation zu einem realistischen Preisgefüge mitbringen.

Verglichen mit den analogen Zeiten (falls sich daran noch jemand erinnern kann) ist es erstmals so, dass ich mit einem Gehäuse im oberen Preissegment nicht mehr alle Anforderungen der Fotografie bewältigen kann. Wer eine 5D Mark II mal bei der Action-Fotografie verwendet hat, weiß von was ich spreche. Allerdings kann ich mit der Schwesterkamera 7D nicht so schön gestalten und mit Bokeh und Weitwinkel-Optiken spielen.

Was tun, sprach Zeus?

Ganz ehrlich: Keine Ahnung. Am besten beide kaufen oder warten bis die Hersteller wieder mit „one size fits all“ Modellen auf den Markt kommen, die bezahlbar sind.

Die Gleichung kann auch noch erweitert werden. Mit den netten Micro four-third Kameras wie der Olympus Pen hat sich gerade für den Reise-, Reportage und Spaß-Fotografen ein weiteres Segment etabliert, an dem man aufgrund der Flexibilität und Portabilität einfach nicht vorbei gehen kann.

Was heißt das? Mehr Kameras, mehr Hersteller, mehr Umsatz. Gut für die Industrie. Auch gut für die Fotografen? Wenn man das ganze aus rein technischer Sicht sieht sicher nicht: Die Konzentration auf das Wesentlich (nämlich Bild und Gestaltung) scheint dabei zu kurz zu kommen. Auf der anderen Seite sind die Optionen mannigfaltig und Technik kann durchaus inspirierend sein.

Was meint Ihr?



Nach der Show ist vor der Show – Photokina 2008

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Die Messe ist vorbei und die Aufregung hat sich gelegt. Die meisten Neuigkeiten waren erwartet, einige aber haben die nächste Generation der digitalen Fotografie eingeleitet.

Nikon

Nikon war in den letzten Monaten klar der “Shooting Star” unter den Anbietern digitaler SLRs. Mit der D700, der D300 und der D3 hat Nikon klar die Führung in der Konzeption und der technischen Leistungsfähigkeit übernommen.

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Auf der Photokina wurde die D90 als Semi-Pro Modell nachgeschoben. Mit ansprechenden technischen Daten, die allerdings nich wirklich spektakulär für die Klasse sind, wurde eine solide Arbeitskamera vorgestellt. Nikon hat mit der D90 vor allem aber eines geschafft: Die erste digitale SLR die auch HD Video aufnehmen kann. Ist damit die Trennung zwischen dem Lager Video und Fotografie aufgehoben worden oder ist es nur ein “nettes Spielzeug”. Es zeichnet sich auf jeden Fall ab, daß ein Videomodus in Zukunft Standard bei DSLRs sein wird. Die bisher durchgeführten Tests mit ersten Expemplaren der D90 halten was die Daten versprechen.

Zusammen mit der Kamera wurde auch ein neues Standard-Zoom mit Stabilisierung vorgestellt. Das neue Nikkor S DX 3,5-5,6/18-105mm G ED VR wurde von Nikon als Kit-Variante für die D90 mitentwickelt und stellt von den technischen Daten einen guten Kompromiss bereit für Fotografen, die mit möglichst wenig Equipment viel erreichen wollen.

Sony

Bei Sony ist vor allem die lange erwartete und bereits auf der PMA angekündigte Sony Alpha 900 erwähnenswert. Sony hat mit dieser Kamera (zunächst einmal) einen neuen Standard für Preis / Leistung im Bereich Semi-Professioneller / Professioneller Fotografie gesetzt. 24 Megapixel, integrierter Stabilisator, 5 Bilder pro Sekunde, 2 Prozessoren und ein wirklich schönes “nostalgisches” Gehäusedesign sprechen für Sony. Das Erbe von Minolta ist auf jeden Fall in die richtigen Hände gelangt. Es wird sich allerdings zeigen müssen ob Sony sich in diesem Segment nachhaltig im Semi-Pro / Pro Bereich etablieren kann. Es fehlen hier einfach noch einige Optiken und auch ein Aufstiegspfad den Canon mit den 1er Modellen und Nikon mit der D3 anbietet. Auf jeden Fall: Well done und sicher die von den technischen Daten gesehen beste Kamera für´s Geld. (ca. 2.500 Euro).

Canon

Canon hat es spannend gemacht. Kurz vor der Show wurde die EOS 50D vorgestellt. Ein Nachfolger der Populären Serie, die vor Jahren mit der EOS 10D begonnen hat und jetzt nach sehr kurzer Laufzeit die EOS 40D ablösen wird, obwohl diese im Moment noch parallel läuft. (Lager leeren). Die 50D ist auch von den technischen Daten sehr überzeugend und verstärkt den Trend bei Canon zu mehr Megapixeln. Der Schritt von 10 (EOS 40D) auf 15 (EOS 50D) sollte klar bemerkbar sein und dieses technische Merkmal spricht für die neue Canon. Ob sich die wahrgenommene Bildqualität stark verbessert wird man sehen müssen. Die Grenzen von sinnvollem Sensordesign auf der Basis einer APS-C Grundfläche sollten langsam erreicht sein. Ansonsten ist die Kamera auch mit einem neuen Display und einem besseren AF System ausgestattet. Die Innovation ist klar auf die Fotografie gerichtet und Video fehlt hier zunächst. Bei der 50D kann man auch nichts falsch machen – das Gehäuse wird für ca. 1.200 Euro im Markt platziert und ist in dieser Marktebene sicher eine der besten Optionen.

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Kurz vor der Messe kam sie dann doch: Die lang erwartete Nachfolgekamera im Semi-Profi Vollformat Segment. Die neue EOS 5 D Mark II. Viel muss man nicht sagen: Für 2.500 Euro bekommt man endlich 21 Megapixel, ein neues Display, Staubbeseitigung, neuen AF und (ganz wichtig): Video. Canon hat sich mit dem Vollformatnachfolger viel Zeit gelassen und ich gehe einfach mal davon aus, dass dieses Paket für sich spricht. Die technischen Daten sind auf jeden Fall “far away” von einer konkurierenden Nikon D700 und ähnlich gelagert wie bei dem neuen Sony Schlachtschiff.

Mit den Kameras kamen auch zwei neue Optiken, das Canon EF 24 mm F1.4L II und ein Universlzoom Canon EF-S 18-200 F3.5-F5.6 IS das aber eher den unteren Bereich der Canon-Objektivlinie repräsentiert. Erwähnenswert ist vielleicht noch die neue G10, die das bewährte Powershot Modell G9 ablöst…

Leica

Eine Überraschung (wenn auch nicht finanzierbar) hat die Messe noch geboten: Die Leica S2 die erstmalig den Kleinbild Bereich verlässt und eine eigentlich für KB gedachte Kamera einen grösseren Sensor mit 30x45mm einbaut. Der Sensor kommt von Kodak und leistet 37,5 Megapixel. Ich bin gespannt welchen Anklang die Kamera findet – für Studiofotografen ist so eine Konfiguration sicher hoch interessant.

Ausserdem wurde die M8 als M8.2 auf einen neuen Stand gebracht. Besitzer der “alten” M8 können sogar upgraden…

Sonstiges

Die Messe hat auch einige andere Neuigkeiten gebracht – vor allem eine Vielzahl von kleinen Digicams und auch einiges im Pro Bereich (z.B. von Leaf). Ausserdem hat Adobe die CS4 Produktlinie angekündigt. Ich finde sehr schnell nach der CS3 und glaube im Moment dass ich eigentlich keinen Grund für ein Upgrade sehe – ein Test von Adobe Photoshop CS4 sollte aber demnächst folgen.



Endlich: Die neue EOS 5D Mark II

Endlich nach Jahren des Wartens ist die Ankündigung im Rahmen der Photokina erfolgt. Canon bringt den EOS 5D Nachfolger und nennt ihn schlicht 5D Mark II.

Hat sich das Warten gelohnt? Wir werden sehen, allerdings sind die technischen Daten im Rahmen der Erwartung und im Moment neben der Sony 900 sicher führend auf dem Datenblatt.

Kurzzusammenfassung:

  • 21 MP
  • ISO 50-25.600
  • 3,9 Bilder pro Sekunde
  • Full HD Video (wer´s braucht…)
  • Grosses 3′ Display mit entsprechender Auflösung
  • Digic 4, neue Batterieversorgung, erweiterte Staubentfernung usw…

Mehr gibt es wie immer bei dpreview. Ich bin gespannt auf die ersten Vergleichstests vor allem mit dem Nikon Lager. Die Sony Ankündigungen sind natürlich auch interessant, aber Nikon und Canon bieten einfach das umfassendste System um die Kamera herum…

Spannend ist auch der Preis: 2.499 Euro UVP, ein bisschen zu teuer für einen Lustkauf, aber noch “ersparbar”.

Ich sag nur: Endlich hört die Spekulation auf und die EOS 7D kann immer noch kommen ;-)